Cannabis als Medizin

Cannabis als Medizin: Was für Eigenschaften hat Cannabis? Warum wird es in manchen Ländern als Medizin verwendet? Dieser Artikel beschreibt die Gründe.

Cannabis als Medizin

Vollständige und umfassende Daten, auch über Risiken und Nebenwirkungen, erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Apotheker.

Bestandteile

Qualitätsmarihuana auf medizinischem Standard.
Die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis) mit hohem THC-Anteil, sowie einen Anteil an anderen Cannabinoiden.

Eigenschaften

Die medizinischen Eigenschaften von Marihuana entstehen durch die Konzentrationen von Cannabinoiden in flüchtigen Ölen. Daraus resultiert ein sehr komplexes System von Veränderungen in Bezug auf körperliche und psychische Funktionen ( in manchen Fällen auch die Aktivierung dieser Funktionen). Die Wirkungen können sogar für ein und denselben Patienten zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich sein.

Cannabis als Medizin

Indikationen / Anwendungen

Cannabis kann für folgende klinische Störungen benutzt werden:

  • Zur Verringerung des Augendrucks bei Glaukom
  • Als Mittel gegen Brechreiz und Appetitanreger bei AIDS und gegen
  • Nebenwirkungen von Chemotherapie bei Krebspatienten
  • Als Muskel- und Nervensystem- Beruhigungsmittel, um Krämpfe und Zuckungen zu unterdrücken z.B. bei Epilepsie oder Multiple Sklerose
  • Als Schmerzlinderung bei chronischen Schmerzen
  • Zur Vergrößerung der Bronchien bei Asthma
  • Zur Angstreduzierung
  • und schlussendlich auch als Schlafmittel

Sowohl alte wie auch neue Berichte und Forschungen betreffend Cannabis machen noch eine Vielzahl an weiteren Anwendungsmöglichkeiten geltend.

Wirksamkeit

Bei der Einatmung sind Wirkungen beinahe sofort zu beobachten. Nach wenigen Minuten erreicht dieser Zustand seine volle Wirkung, welche bis zu vier Stunden anhalten kann. Bei der oralen Einnahme (z.B. Tee) sind jedoch bis zu einer Stunde lang keine Wirkungen erkennbar, der danach einsetzende Wirkungszustand kann aber wesentlich länger andauern. Diese Effekte sind bei jedem einzelnen Menschen verschieden und variieren stark. Die körperlichen oder medizinischen Wirkungen, welche kaum oder auch überhaupt nicht bemerkbar sind, können mehrere Tage dauern; ein evtl. psychoaktiver Zustand jedoch höchstens vier Stunden.

Nebenwirkungen

Die derzeit wichtigsten der bekannten Nebenwirkungen sind: Euphorie, Empfindungsstörungen, Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, rote brennende Augen, trockner Mund, Abfall des Blutdrucks, Lustlosigkeit, unkontrollierbares Verlangen zu lachen, erhöhte Libido, Verwirrung und Gedankensprünge. Normalerweise werden die Nebenwirkungen als weniger unangenehm empfunden, abhängig auch von der Schwere der behandelten Krankheit. Ferner kann eine der aufgeführten Nebenwirkungen als medizinische Wirkungsweise, abhängig vom Einzelnen und seiner Krankheit, erfahren werden.
Durch die regelmäßige Einnahme von Cannabis besteht bei Langzeitanwendung Suchtpotential. 

Interaktionen / Wechselwirkungen

Hanfblüten (Cannabis) verstärken die Wirkung der Benzodiazepine und erhöht den Aktivierungseffekt von stimulierenden Substanzen. Hanfblüten (Cannabis) können die Wirkungen von Alkohol und anderen Medikamenten, welche einen Einfluss auf das zentrale Nervensystem haben, erhöhen oder verändern. Wenn Sie irgendwelche Zweifel haben, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt oder Apotheker um Rat Fragen.

Dosierung und Methoden der Verabreichung

Die Einnahme von Hanfblüten (Cannabis) ist eine Selbst-Medikation. Sie müssen selbst erfahren, was für Sie die richtige Dosis ist. Eine geeignete Anfangsdosis und die Verabreichungsmethode können Sie aus dem Beipackzettel entnehmen oder von Ihrem Arzt oder Apotheker erfahren. Mittels strenger Selbstdosierung können Sie den gewünschten Effekt erreichen. Wenn Sie einmal wissen, welches die bevorzugte Dosis ist, können Sie die leichter über den ganzen Tag verteilen. Sie können zum Beispiel entscheiden, daß es am besten ist eine Verabreichung von 1 bis 5 Mal am Tag mit 1 bis 5 Inhalationen pro Verabreichung vorzunehmen.

Gebrauch während Schwangerschaft und Stillzeit

Es ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen, daß Cannabis für die Plazenta, daß Embryo und gestillte Neugeborene völlig harmlos ist. Wir empfehlen daher bei Schwangerschaft und während der Stillzeit den Gebrauch einzustellen.

Gefahren beim Autofahren und der Bedienung von schweren Maschinen

Hanfblüten ( Cannabis ) haben Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit und das Auffassungsvermögen. Es ist daher aus Sicherheitsgründen vernünftig, während des Autofahrens und der Bedienung von schweren Maschinen auf die Einnahme von Cannabis zu verzichten.

Überdosierung

Wenn Sie das Gefühl haben, überdosiert zu sein, möchten wir Ihnen versichern, daß dieses Gefühl nur vorübergehend und nicht gefährlich ist. Sie können die Genesung etwas beschleunigen, indem Sie eine Kleinigkeit essen (z.B. mit etwas Honig).Es hilft auch, eine gemütliche und sichere Umgebung zu finden in der man sich erholen kann.

Lagerung und Verfalldatum

Bewahren Sie die Hanfblüten ( Cannabis ) an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf, z.B. im Kühlschrank. Halten Sie diese und alle anderen Arzneien von Kindern fern. Das Verfallsdatum ist auf der Schachtel aufgedruckt. Bitte fragen Sie Ihren Apotheker um Rat, falls Sie Zweifel betreffend der Qualitätserhaltung Ihrer Arznei haben.

Verpackung

Die Hanfblüten ( Cannabis ), werden vakuumversiegelt und in undurchsichtigen Kunststofftaschen mit je 5 Gramm geliefert.

Bitte beachten !

Unsere Hanfblüten ( Cannabis ) sind kein geprüftes zugelassenes Arzneimittel. Die Einnahme zu medizinischen Zwecken erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr.

Wenn Sie nach dem durchlesen der oben erwähnten Informationen noch immer Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Arzt oder Apotheker.

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