Melonen anbauen Tipps und Überblick

Melonen anbauen: Tipps um hier mehr Erfolg zu haben, stellen wir hier vor. Selber haben wir ja mehrere Artikel zur Melonenzucht veröffentlicht.

(2015, 2016, und 2017).

 

Melonen anbauen Tipps: Das Saatgut

Der Grundstein für jeden erfolgreichen Gemüseanbau ist ein qualitativ hochwertiges, keimfähiges Saatgut. Bei uns in Deutschland ist das Angebot für Wassermelonensamen sehr karg. Häufig werden nur die Sorten Maribo F1 und Sugar Baby angeboten. Wer jedoch möglichst viele verschiedene Sorten anbauen möchte, muss sich Saatgut im Ausland kaufen. In den USA findet man eine riesige Auswahl an Wassermelonensorten.

Für die ersten Versuche eignen sich auch Samenkerne aus einer gekauften Wassermelone sofern es sich nicht um eine Hybridsorte handelt.

Diese erkennt man häufig mit der Endung “F1”. Die Samen sind jedoch längst nicht so hochwertig wie Profisaatgut. Bei kühler, dunkler und trockener Lagerung, bleiben die Samen maximal 6 – 8 Jahre keimfähig. Zum Aufbewahren eignen sich lehre Film- oder Blechdosen. Entnimmt man einer Wassermelone Samen muss man diese unbedingt vor der Lagerung trocknen, ansonsten schimmeln sie.

Die Anzucht

Melonen sollten unbedingt vorgezogen werden. Am besten geeignet dafür ist ein Gewächshaus. Aber auch in einem Zimmer ist dies möglich solange für eine ausreichende Beleuchtung und Wärme gesorgt wird. Mit der Anzucht beginnt man ca. 4 Wochen vor dem Auspflanzen. Zur Anzucht nimmt man am besten eine gute Anzuchterde.

Jeweils 1 Samenkorn ca. 1 cm tief in die mit Anzuchterde gefüllten Töpfe stecken, mit lauwarmen Wasser angießen und ab damit in die Anzuchtstation.

Man kann dazu die bekannten Plastiktöpfe nehmen oder man entscheidet sich für Torftöpfe die man später mit Auspflanzen kann. Von diesen Quelltöpfen rate ich allerdings ab, diese sind zu dicht und die Melonen können diese nicht durchwurzeln. Wer keine Anzuchtstation besitzt, der kann die Töpfe mit einer Klarsichtfolie abdecken und mit Hilfe einer Heizdecke oder Heizplatten für “warme Füße” sorgen. Die Bodentemperatur ist bei der Anzucht wichtiger als die Raumtemperatur.

Melonen anbauen tipps anzucht

  • Optimale Bodentemperatur für die Keimung:25°C bis 32°C
  • Optimale Lufttemperatur für die Keimung:29°C bis 33°C

Nach ca. 3 – 10 Tagen sind die Keimblätter sichtbar. Ab diesem Zeitpunkt können die Pflanzen aus der Anzuchtstation raus und erhalten einen warmen möglichst hellen Standort. Anfangs aber auf keinen Fall in die pralle Sonne stellen! Die Erde sollte stets feucht gehalten werden, Staunässe muss aber zwingend verhindert werden, da die Wurzeln sonst faulen und die Pflanze abstirbt. Das Wurzelwerk reagiert nämlich äußerst sensibel auf Staunässe.

  • Optimale Bodentemperatur für das Wachstum:23°C bis 25°C
  • Optimale Lufttemperatur für das Wachstum:25°C bis 35°C

Wenn man auf Grund des schlechten Wetters die Melonen nicht auspflanzen kann und man die Melonenpflanzen noch in den Töpfen lassen muss, sollte man die Melonenpflanzen nach ca. 3 Wochen in einen größeren Topf umtopfen, da die Pflanze sonst das Wachstum einstellt wenn im kleinen Topf kein ausreichender Platz für die Wurzeln ist.

Beim Umtopfen dürfen auf gar keinen Fall die Wurzeln verletzt werden, da die Wurzeln sehr empfindlich sind.

Melonen anbauen tipps keimung

Vorteile bieten hier die Torftöpfchen, da man diese einfach mit umtopfen kann, da sich diese mit der Zeit auflösen. Somit muss man die Melone nicht aus dem Topf rausziehen und der Pflanze bleibt der Stress weitgehend erspart. Beim Umtopfen sollte der neue Topf ca. 20 – 25 cm Durchmesser haben, damit sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten können. Während der Anzucht sollte man die Pflanzen regelmäßig in die Sonne stellen um sie an die UV-Strahlung zu gewöhnen. Anfangs genügen 30 Minuten, danach wird die Länge immer Schrittweise gesteigert.

 

Eine Melone Veredeln

Das Veredeln ist ein Prozess, bei dem der sog. Edelreis (in diesen Fall die Melonenpflanze) mit einer Unterlage (in den meisten Fällen der Feigenblattkürbis) verbunden wird. Beim Veredeln geht es darum, die Vorteile des Feigenblattkürbis auf die Melone zu übertragen. Das Wurzelwerk des Feigenblattkürbis ist unempfindlicher gegen niedrigere Bodentemperaturen, er ist größer und kräftiger wodurch mehr Nährstoffe an die Melonenpflanze weitergereicht werden, was ein wesentlich schnelleres und besseres Wachstum begünstigt.

Melonen anbauen tipps veredeln

Zum anderen ist das Wurzelwerk resistent gegen verschiedene Bodenkrankheiten. Es gibt mehrere Methoden um Melonen zu veredeln. Die sicherste Methode ist die “Ablaktion mit Gegenzunge“, welche ich auch näher erläutern werde.

Ablaktion mit Gegenzunge

Man veredelt schrittweise, Melone und Kürbis werden nur zum Teil miteinander verbunden, und man lässt beide noch eine Zeit lang eingepflanzt weiter wachsen. Wenn die Veredelungsstelle verheilt ist, kappt man den Kürbistrieb, damit die Kraft aus den Wurzeln in den Melonentrieb gelenkt wird. Ist auch diese Wunde verheilt, kappt man in einem weiteren Schritt auch die Melonenwurzel, damit über sie keine Krankheiten in die Pflanze eindringen können.

Im Detail geht man folgendermaßen vor:

Für die Veredelung braucht man ein scharfes Messer, am besten eine Rasierklinge, Bleiband oder Veredelungsclips, ein Zimmergewächshaus oder Anzuchtkasten. Da die Kürbisse schneller wachsen, werden sie vier bis fünf Tage nach den Melonen gesät. Der Kürbis sollte nach dem er gekeimt hat, dunkel gestellt werden, damit der Stiel länger wird und in etwa die gleiche Höhe wie der Melonenkeimling hat, danach kann er wieder ins Licht gestellt werden.

Der beste Zeitpunkt zum Veredeln ist dann, wenn das erste echte Blattpaar gebildet wurde und die Stengel gleich dick sind.

Melonen anbauen tipps veredeln Bei den folgenden Schritten ist es wichtig, dass möglichst sauber gearbeitet wird ansonsten kommen Fäulniserreger an die Schnittstellen, und die Keimlinge sterben. Dass Messer muss scharf sein, damit die Leitungsbahnen im Stengel nicht gequetscht, sondern geschnitten werden.

Es ist vorteilhaft, beide in einem Topf zu ziehen, das erleichtert das Ganze. Etwa 2 cm unterhalb der Keimblätter des Kürbiskeims wird ein ungefähr 1 cm langer Schnitt schräg nach unten bis zur Mitte des Stengels gemacht. Am besten den Keimling leicht zur Seite biegen und dann mit einer einzigen, ziehenden Bewegung langsam auf sich zu schneiden.

Unbedingt auf die Finger achten damit man sich nicht schneidet!

Bei der Melone wird genauso verfahren, nur wird schräg von unten nach oben geschnitten. Wenn man nun die beiden durch Schnitte erzeugten Zungen an den Stängeln vorsichtig ineinander steckt, sollten die Keimblätter einander kreuzweise gegenüber stehen. So bekommen sie mehr Licht und behindern sich nicht. Der Veredelungsclip bzw. das Bleiband aus dem Veredelungsset hält die beiden Stengel zusammen. Dann stellen wir das ganze in ein Zimmergewächshaus. Alternativ kann man notfalls auch eine Plastiktüte über den Topf stülpen.

Damit die Veredelungsstelle gut zusammenwachsen kann ist eine hohe Luftfeuchtigkeit sehr wichtig, je höher desto besser. Melonen anbauen tipps zimmergewaechshausIm Zimmergewächshaus sollte es konstant 23°C warm sein und zu viel Helligkeit sollte vermieden werden. Nach circa zehn Tagen sind die beiden Stängel miteinander verwachsen. Dann kann der obere Teil des Kürbis mit einem sauberen Messer abgeschnitten werden Nach weiteren zehn Tagen wird der untere Teil der Melone abgetrennt. Danach sollte man vorsichtshalber die veredelte Melonenpflanze noch für 1-2 Tage im Zimmergewächshaus lassen.

Ist alles gut verheilt und die veredelte Pflanze mehr als 20 cm groß, kann sie langsam an die Bedingungen draußen gewöhnt werden. Man gewöhnt sie schrittweise an das Sonnenlicht in dem man sie zu Beginn 10 – 20 Minuten dem Sonnenlicht aussetzt. Das ganze steigert man dann jeden Tag bis sich die veredelte Wassermelone daran gewöhnt hat.

Beim Auspflanzen muss darauf geachtet werden, dass die Veredelungsstelle zwei Finger breit über den Boden liegt, damit die Melonenpflanze nicht nachträglich eigene Wurzeln bildet.

Von der Aussaat bis zur fertig veredelten Jungpflanze dauert es etwa anderthalb Monate. Wer die Melonen veredeln möchte muss mit einem großen Verschleiß an Keimlingen rechnen, da es sehr schwierig wird die dünnen Stängel einzuschneiden. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass der Kürbis oder die Melone gleich beim ersten Versuch komplett durchtrennt wird. Zum anderen kann es passieren, dass die Veredelungsstelle aufgrund nicht sauberer Arbeitsweise nicht zusammenwächst oder gar zu faulen beginnt.

Es ist ratsam an ähnlich dicken Gemüsetrieben (dünne Kohlrabitriebe, etc.) zu üben um ein Gefühl für den Schnitt zu bekommen.

Melonen anbauen Tipps: Das Auspflanzen

Sind die Melonen kräftig genug, können sie ausgepflanzt werden. Doch hier stellt sich eine ganz entscheidende Frage: Freiland oder geschützter Anbau? Ein geschützter Anbau wie etwa in einem Frühbeet oder im Gewächshaus hat gegenüber dem Freilandanbau den Vorteil, dass ein möglicher später Bodenfrost (wie z. B. im April 2008) den Pflanzen nicht allzuviel anhaben kann. Auf der anderen Seite muss man sich im Freiland nicht um die Bestäubung kümmern.

Alles hat also seine Vor- und Nachteile, deshalb hier eine kurze Zusammenfassung:

 

Vorteile des geschützten Anbaus:

  • Schutz vor spätem Bodenfrost wie es im April 2008 der Fall war
  • Schutz vor Regen (Früchte platzen bei starkem Regen auf, ähnlich wie Tomaten)
  • Schutz vor zu starkem Wind (Triebe knicken ab)
  • Schutz vor kühleren Temperaturen, vor allem Nachts

Vorteile des Freilandanbaus:

  • Pflanzen können mehr Sonne tanken
  • Bestäubung der Blüten übernehmen größten Teils die Bienen oder andere Insekten
  • Pflanze kann sich ungehindert ausbreiten ohne durch Wände o. ä. eingeschränkt zu sein
  • Schädlinge wie Spinnmilben treten im Freiland so gut wie gar nicht auf

Eine Alternative zu beidem wäre beispielsweise ein Freilandanbau unter einem schützenden Tomatenhaus, das aber seitlich offen ist, damit die Bienen die Blüten bestäuben können, vor Kälte schützt es aber trotzdem nicht. Genau deswegen mus muss jeder für sich selbst entscheiden wie er seine Melonen anbauen will.

Wer sich für den Anbau im Freiland entscheidet bzw. auf Grund des fehlenden Gewächshaus gar nicht anders kann, sollte seine Pflanzen erst später auspflanzen. Am besten nach dem 15. Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind. Im Gewächshaus hingegen kann man bereits ab Ende April auspflanzen sofern die Temperaturen Nachts nicht zu kalt sind. In der Übergangszeit bietet aber ein Vlies über Nacht ausreichend Schutz vor der Kälte.

Melonen anbauen Tipps: Der Boden

Die Melone bevorzugt einen leicht sauren Boden. Ideal ist ein pH-Wert zwischen 6,2 und 6,5. Aber auch pH-Werte bis 5,0 sind noch ok. Die Erde sollte außerdem schön locker und feinkrümelig sein. Das fördert zum einen die rasche Wurzelbildung, zum anderen kann überschüssiges Wasser besser ablaufen, als bei einem harten Boden.

Das ist eine vorbeugende Maßnahme um Staunässe zu verhindern denn dagegen ist das Wurzelwerk der Wassermelone sehr empfindlich. Ebenfalls zu empfehlen ist eine Mulchfolie. Diese hat den Vorteil, dass die Temperatur im Boden bis zu 5°C wärmer ist. Außerdem bleibt der Boden feuchter, da sich das Kondenswasser an der Folie sammelt.

Durchsichtige Mulchfolie hält den Boden besser warm als eine schwarze, jedoch gedeiht auch das Unkraut unter der durchsichtigen Mulchfolie.

Ein Kombination aus beiden, eine transparente farbige Mulchfolie, auch Solarmulch genannt, hat beide Vorteile: einen wärmen Boden und kein Unkrautwuchs unter der Folie. Im Freiland sollte man darauf achten, dass das Regenwasser gut von der Folie ablaufen kann, ansonsten staut sich die Nässe und die Melonenpflanze wird faulen.

Die Bewässerung

Die Melonenpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden.

Staunässe muss aber vermieden werden, da sonst Wurzelfäule auftreten wird. Es wird oft berichtet, dass man nicht mehr gießen darf sobald die erste Melone zu reifen beginnt, aber ich finde das stimmt nicht. Die Melone muss weiterhin gegossen werden, da sie sonst eintrocknet. Im Freiland ist das außerdem gar nicht machbar, denn wenn es regnet, regnet es halt. Zum Gießen eignet sich am besten lauwarmes Regenwasser.

Auf keinen Fall sollte man abends gießen.

In der Nacht ist es kälter und da ist ein feuchter Boden nicht gut. Die beste Zeit ist zwischen Morgen und Mittag. An heissen Tagen kann man auch noch nachmittags gießen, aber nur so viel, dass der Boden bei Sonnenuntergang nur noch ganz leicht feucht ist. Zu festes bzw. zu häufiges Gießen führt zur Ausschwemmung der Nährstoffe im Boden.

Aus diesem Grund sollte man nur langsam gießen, eventuell sogar eine Tropfbewässerung in Betracht ziehen, vor allem wer beruflich viel unterwegs ist und nicht immer gießen kann oder jemanden hat der für einen die Melonenpflanzen gießt. Auch beim Auspflanzen muss unbedingt darauf geachtet werden, die Wurzeln nicht zu verletzen. Haben die Pflanzen das Auspflanzen gut überstanden, beginnen die Ranken kreuz und quer zu wachsen.

Eine Melonenpflanze bzw. die Wurzeln brauchen ca. 80 cm x 80 cm, besser 1 m x 1 m Platz. Die Ranken aber nehmen je nach Sorte und abhängig davon ob es sich um eine veredelte Melonenpflanze handelt, wesentlich mehr Platz in Anspruch. Das sollte man bei der Platzauswahl immer berücksichtigen.
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Die Bestäubung

Nun dauert es nicht mehr lange und es bilden sich die ersten Blüten. In der Regel bilden sich immer zuerst in größerer Anzahl die männlichen Blüten, danach erst die weiblichen Blüten. Da die Melone getrenntgeschlechtig ist, muss der Pollen der männlichen auf die Narbe der weiblichen Blüte übertragen werden.

Im Freiland übernehmen das die Bienen oder sonstige Insekten. Im geschützten Anbau allerdings sollte man per Hand bestäuben. Am besten eignet sich dazu ein dünner Pinsel.

Die weibliche Blüte ist nur einen Tag lang geöffnet und das auch nur für 6 – 7 Stunden.

Wird dieser Zeitpunkt verpasst, welkt die Blüte und wird abgestoßen. Es gilt also die Augen offen zu halten und alle weiblichen Blüten im Voraus zu lokalisieren. Die Bestäubung sollte am besten in den frühen Vormittagsstunden zwischen 6:00 und 09:00 Uhr erfolgen, da die Blüten zu dieser Zeit frisch geöffnet ist.Melonen anbauen tipps bestaeubung1 Melonen anbauen tipps bestaeubung 2 Melonen anbauen tipps bestaeubung 3

Eine niedrige Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls sehr wichtig, damit der Pollen nicht verklebt. Die Raumtemperatur sollte auch nicht zu hoch sein, desshalb lieber früher beginnen. Für eine erfolgreiche Bestäubung benötigt eine weibliche Blüte ca. 500 – 1000 Pollenkörnchen. Sind es weniger, dann wächst eine deformierte Melone. Diese wächst dann nicht rund, sondern birnenförmig oder eine Seite bildet einen Bauch.

Selbst wenn man alles beachtet hat und die Voraussetzungen ideal sind, liegt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Bestäubung nur bei ca. 30%. Eine erfolgreiche Bestäubung erkennt man, wenn die Frucht rasant zu wachsen beginnt.

In selten Fällen kann es aber auch vorkommen das die Melone auch bei noch bei einer Größe bis 5 cm noch abgestoßen werden kann, da die Bestäubung nicht 100%ig geklappt hat. Bei verdelten Wassermelonen können wesentlich mehr Früchte gleichzeitig an einer Pflanze reifen da das Wurzelsystem des Feigenblattkürbis mehr Wasser und Nährstoffe aufnimmt und weiter geben kann.

Die Ernte

Wenn die Bestäubung erfolgreich war und die Wachstumsbedingungen (Wetter, Wasser- und Nährstoffversorgung, kein Krankheitsbefall) ideal sind, wächst die Melone bis zu ihrer sortenüblichen Größe heran. Man sollte die Melonen nicht direkt auf den Boden aufliegen lassen um ein faulen der Früchte zu verhindern.

Am besten einen Teller o.ä. unterlegen Ich bevorzuge Styropor da es wasserabweisend ist. Je nach Sorte variiert die Größe bzw. das Gewicht enorm. Während die Golden Midget ca. 2 kg erreicht, kann hingegen die Carolina Cross über 100 kg schwer werden. Den Reifezeitpunkt der Melone zu erkennen ist nicht ganz einfach.Melonen anbauen tipps ernte

Je nach Sorte sollte sie 40 – 45 Tage nach der Bestäubung reif sein. Lediglich die Sorte Golden Midget färbt die Schale von grün auf gelb, wenn sie reif ist. Bei den anderen Sorten bietet der “Klopftest” einen hilfreichen Anhaltspunkt. Die reife Frucht gibt einen dumpfen tiefen Ton von sich wenn man klopft. Reife Wassermelonen sind auch schwerer als unreife. Bei manchen nicht veredelten Sorten erkennt man die Reife auch an der Pflanze selber: die Blätter in der Nähe der Frucht werden gelb, der Trieb trocknet ein und die Auflageflache der Melone färbt sich von weiß auf gelb.

Nach der Ernte ist die Melonenpflanze in der Regel am Ende. Die Blätter werden gelb, trocknen ein, ebenso die Ranken. Bei veredelten Wassermelonenpflanzen ist das anders. Diese wachsen sogar noch weiter, bilden neue Blüten und man könnte theoretisch nochmal ernten. Das dürfte bei uns aber schwierig werden da der Sommer nicht so lange dauert.

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